Mittwoch, Juni 20

was wirklich zählt (...)

Was wirklich zählt
Eine Geschichte über das Leben



Eines Tages wurde ein alter Professor gebeten, für eine Gruppe von 15
Geschäftsführern großer nordamerikanischer Unternehmen eine Vorlesung
über sinnvolle Zeitplanung zu halten.

Dieser Kurs war einer von fünf Stationen ihres eintägigen Lehrgangs.
Der Professor hatte daher nur eine Stunde Zeit, sein Wissen zu
vermitteln. Zuerst betrachtete der Professor in aller Ruhe einen nach
dem anderen dieser Elitetruppe: sie waren bereit, alles was er ihnen
beibringen wollte, in sich aufzunehmen.

Dann sagte er: "Wir werden ein kleines Experiment durchführen."

Der Professor zog einen riesigen Glaskrug unter seinem Pult hervor
und stellte ihn vorsichtig vor sich hin.

Dann holte er etwa ein Dutzend Kieselsteine hervor, etwa so groß wie
Tennisbälle, und legte sie sorgfältig, einen nach dem anderen, in
diesen Krug.

Als der Krug bis zum Rand voll war und kein weiterer Kieselstein mehr
darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte die Schüler: "Ist
der Krug voll?"

Und alle antworteten: "Ja."

Er wartete ein paar Sekunden ab und fragte seine Schüler: "Wirklich?"

Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit Kies
gefüllten Becher hervor. Sorgfältig verteilte er den Kies über die
großen Kieselsteine und rührte dann leicht den Topf um. Der Kies
verteilte sich zwischen den großen Kieselsteinen bis auf den Boden
des Krugs.

Der Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum: "Ist der
Krug voll?"

Dieses Mal begannen seine schlauen Schüler, seine Darbietung zu
verstehen.

Einer von ihnen antwortete: "Wahrscheinlich nicht!"

"Gut!", antwortete der Professor.

Er verschwand wieder unter dem Pult und diesmal holte er einen Eimer
Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in den Krug. Der Sand
füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem Kies auf.
Wieder fragte er: "Ist dieses Gefäß voll?"

Dieses Mal antworteten seine schlauen Schüler ohne zu zögern im Chor:
"Nein!"

"Gut!", antwortet der Professor.

Und als hätten seine wunderbaren Schüler nur darauf gewartet, nahm er
die Wasserkanne, die unter seinem Pult stand, und füllte den Krug bis
zum Rand.

Dann blickte er auf und fragte seine Schüler: "Was können wir
Wichtiges aus diesem Experiment lernen?"

Der Kühnste unter seinen Schülern - nicht dumm - dachte an das Thema
der Vorlesung und antwortete: "Daraus lernen wir, dass, selbst wenn
wir denken, dass unter Zeitplan schon bis an den Rand voll ist, wir,
wenn wir es wirklich wollen, immer noch einen Termin oder andere
Dinge, die zu erledigen sind, einschieben können."

"Nein", antwortete der Professor, "darum geht es nicht. Was wir wirklich
aus diesem Experiment lernen können ist folgendes: wenn man die
großen Kieselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie
später niemals alle hineinpassen."

Es folgte ein Moment des Schweigens. Jedem wurde bewußt, wie sehr der
Professor recht hatte.

Dann fragte er: *Was sind in eurem Leben die großen Kieselsteine?
- Eure Gesundheit?
- Eure Familie?
- Die Realisierung eurer Träume?
- Das zu tun, was euch Spaß macht?
- Dazuzulernen?
- Eine Sache verteidigen?
- Entspannung?
- Sich Zeit nehmen ..... ?
- Oder etwas ganz anderes, was wirklich wichtig ist?

Egal. Was euch das Wichtigste ist; man muss die Grossen Kieselsteine
in seinem Leben an die Erste Stelle setzen. Wenn nicht, läuft man
Gefahr, es nicht zu meistern: ... das Leben!

Wenn man zuallererst auf Kleinigkeiten achtet (der Kies und der
Sand), verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat nicht mehr
genug Zeit für die wichtigen Dinge in seinem Leben.

Deshalb vergesst nicht, euch selbst die Frage zu stellen: Was sind
die großen Kieselsteine in meinem Leben? und dann legt Sie zuerst in
euren Krug des Lebens.*

Mit einem freundlichen Gruß verabschiedete sich der alte Professor
von seinem Publikum und verließ den Saal.

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